Tour des Monats: Auf Genuss-Tour zum Trullo

volle Distanz: 15.26 km
Maximale Höhe: 253 m
Minimale Höhe: 132 m

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Bitte beachten Sie, dass die Darstellung des Höhenprofils aus den digitalen Daten der Online-Karte vom System automatisch generiert wird. Das Höhenprofil stimmt in einigen Fällen nicht mit dem sehr exakten und aus vielen verschiedenen Daten erzeugten Höhenprofil im Buch überein. Auch Kilometer- und Zeitangaben können von den sorgfältig (u.a. zusätzlich barometrisch) vor Ort ermittelten Daten unserer Autoren abweichen. Bitte nutzen Sie zu einer Wanderung mit GPS möglichst den von uns bereitgestellten und von den Autoren geprüften GPX-Track. Die entsprechenden Tour-Codes finden Sie in den Büchern.

Auf Genuss Tour Zum Trullo 4
Auf Genuss-Tour Zum Trullo 4
Auf Genuss-Tour Zum Trullo 3
Auf Genuss-Tour Zum Trullo 2
Auf Genuss-Tour Zum Trullo 2
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Start/Ziel: Parkplatz Zellertalschule, Harxheim

Schwierigkeit: Mittel

Parken: Harxheim, Parkplatz Schule; Mölsheim, Parkplatz Weinrast; Monsheim, Parkplatz am Bahnhof

Anfahrt: Über die A 61 , Abfahrt Monsheim und der B 47 nach Monsheim, Wachenheim oder Harxheim folgen.

ÖPNV: Von April bis Oktober kann man sonntags mit der Zellertalbahn anreisen. Ansonsten fährt ab Kirchheimbolanden oder Monsheim die Buslinie 921 nach Harxheim und Wachenheim. Kirchheimbolanden und Monsheim erreicht man per Zug z.B. aus Mainz bzw. Worms. www.reiseauskunft.bahn.de

Infos:

  • Verbandsgemeinde Göllheim,
    Freiherr-vom-Stein-Straße, 67307 Göllheim
    06351/490918, www.vg-goellheim.de
  • Verbandsgemeinde Monsheim,
    Alzeyer Straße 15 (Anhäuser Mühle), 67590 Monsheim
    06243/180916, www.vg-monsheim-tourismus.de

Fazit: Der Weg verlangt normale Kondition. Aufgrund des Asphaltanteils ist gut gedämpftes Schuhwerk empfehlenswert. Da fast die gesamte Strecke (sonnen)exponiert ist, unbedingt an Sonnen- und Wetterschutz denken.


Wandern und Wein – das gehört in Rheinhessen zusammen. Gleich fünf Weinorte liegen an der Runde, die durch ausgedehnte Weinberge führen und herrliche Weitblicke übers Zellertal bis hin zum Pfälzer Bergland und zum Donnersberg eröffnen. Der neue Zellertalweg erschließt auf verschiedenen Rundtouren das rheinhessische Naturparadies.

 Am Parkplatz der Zellertalschule Harxheim, wo sich der Verbindungsweg nach Zell und die Hauptroute gabeln, beginnen wir die Rundtour auf dem Zellertalweg. Wir folgen zunächst der Pfrimm und wenden uns dem Hauptweg Richtung Wachenheim zu. Wir laufen zur nahen Zeller Straße, queren sie und wandern dann auf dem Radweg Richtung Niefersheim.

Das Zellertal präsentiert sich breit und offen, Felder säumen den Weg, nur ab und an stehen Büsche an der Böschung. Wir passieren eine Bank und erreichen nach 0.9 km das Ortsschild von Niefernheim. Die Königsstraße führt uns mitten in den Ortskern, wo wir an der mächtigen Dorflinde eine Portaltafel des Zellertalweges passieren und rechts auf die Brückenstraße abbiegen, bevor wir entlang des Pfrimm-Ufers zu einem Waldstück kommen.

Welch ein drastischer Szenenwechsel: Nach Feld- und Flurpassagen dürfen wir hier erstmals auf urigem Waldpfad dem quirligen Wasser folgen. Wir genießen dieses kurze Intermezzo im Auenwald, bevor es viel zu schnell wieder hinaus in die offene Flur geht. Wir laufen auf federndem Grasweg zwischen Feldern und dem schmalen Auenwaldriegel an der Pfrimm entlang und zum Ortsrand von Wachenheim. An heißen Tagen verspricht die Kneippanalge herrliche Erfrischung. An der Mühlgasse weist ein Wegweiser auf den rechts abbiegenden Zuweg zum Wachenheimer Bahnhof hin. Wir aber biegen links ab, queren einmal mehr die Pfrimm und wenden uns gleich danach rechts dem Uferweg zu.

Idyllisch plätschert die Pfrimm neben uns. Der Lauf des Quellbaches zwischen Mölsheim und Wachenheim wurde aufwendig renaturiert und ist nun ein reizvolles Ziel neben der Hauptstrecke. Wir folgen der Markierung zur nahen Straße, wo der Verbindungsweg hinauf nach Mölsheim abbiegt. Wer also nur die Wachenheim-Runde absolvieren möchte, biegt hier links ab und folgt dem reizvollen Verlauf des Quellbaches bis in die Weinberge. Nach einigen Schlenkern stößt er direkt am Parkplatz neben der Weinrast Mölsheim nach 1.2 km wieder auf die Hauptstrecke.

Wir bleiben dem Hauptweg treu und wandern zunächst weiter nach Monsheim. Nach 3.5 km passieren wir die Neumühle, die aus dem 18. Jahrhundert stammt und bis 1904 in Betrieb war. Rüben gedeihen prächtig auf den Feldern der Talaue, während sich die Pfrimm später mal wieder in dichten Auenwald hüllt. Am Ende dieser sehr attraktiven Passage biegen wir links ab und packen am Rastplatz direkt am Wasser gerne die Rucksäcke aus. Anschließend setzen wir die Tour fort, lassen dabei den neuen Betonsteg links liegen und folgen stattdessen einem schmalen Pfad in den Wald.

Schummrig grüne Atmosphäre umfängt uns, während wir dem Pfad neben dem Wasser folgen. Bald ragt himmelhoch über unseren Köpfen eine Eisenbahnbrücke auf, unter der wir hindurchwandern. Mal ruhig, mal quirlig begleitet uns die Pfrimm, immer wieder säumen Bänke und kleine Infotafeln zu Vogelarten und anderen Themen den Weg, bevor wir nach 6,4 Kilometern den Bahnhof Monsheim erreichen. Wir orientieren uns am Wegweiser und biegen links in die Denkmalstraße ab, die uns spürbar abwärts zur Hauptstraße bringt. Dort wenden wir uns nach rechts, bestaunen die eindrucksvollen Fachwerkhäuser und dürfen schon 70 m später links auf einen Stichweg zur Pfrimm abbiegen. Wir folgen der Straße zum Ortsrand.

Um uns herum breiten sich nun in beide Richtungen Weinberge aus. Nach 8.1 km kommen wir an einem für Rheinhessen typischen Wahrzeichen vorbei: einem Trullo, wie die kleinen Weinbergsschutzhäuschen genannt werden. Leuchtend weiß hebt sich der Trullo von der Umgebung ab, eine Bank lädt zur Pause ein, bevor wir ins schier endlose Rebenmeer abtauchen. Vorbei an einem Restaurant erreichen wir nach 11.4 km die Weinrast Mölsheim, deren Aussichtsterrasse einen fantastischen Weitblick und jederzeit auch Rastplätze zum Verweilen bietet. Besonders gut haben wir Wachenheim im Blick, über dessen Ortsmitte auch heute noch die trutzige Oberburg Wache hält.

Panoramawandern ist auf dem letzten Abschnitt der Rundtour angesagt. Denn weit erstreckt sich die Aussicht aufs Zellertal, ins Pfälzer Bergland und natürlich zum am Horizont aufragenden Donnersberg. Nach 13.3 km treffen wir an einem Rastplatz auf die Straße von Mölsheim nach Zell und folgen ihr in den schmucken Weinort. Direkt an einem Hotel schließt sich dann der Kreis auf dem Zellertalweg, denn hier verlassen wir ein letztes Mal die Hauptroute, um den Verbindungsweg nach Harxheim zu nutzen, wo wir nach 14.1 km die Runde auf dem Zellertalweg beenden.

 

Buchtipp: „Genusstouren Rheinhessen Band 1“ – Kleiner Mainzer Höhenweg, Rheinterrassenweg, Zellertalweg. 12 der schönsten Strecken- und Rundwanderungen zwischen Worms und Mainz. 176 Seiten mit Karten, Höhenprofilen, Anbindung an die App „traumtouren“ und mit regionalen Rezepten, 12,95 €. www.ideemediashop.de

Fotos: Ulrike Poller/Wolfgang Todt